Live in Concert – Die Fantastischen Vier

Die Fantastischen Vier – Rekord-Tour

Rekord

 

Am 16. Dezember 2014 war es endlich so weit, mein 7. Konzert von den Fantas und meine Erwartungen waren hoch. Wieso? Im Gegensatz zu den letzten Alben, ausgeschlossen das aktuelle „Rekord“, waren die Livekonzerte immer der Hammer, ein echter Garant für einen gelungen Abend und machten meine Enttäuschung was die Alben anging wett.

Einlass war um 18:00 Uhr und der geübte Konzertbesucher mit Sitzplatz machte sich keinen Stress. Ich trudelte gegen 19 Uhr in der ÖVB-Arena in Bremen ein und inspizierte erstmal den Merchandise-Stand.

Nachdem ich beschlossen hat, mir zumindest den USB-Stick, inklusive Live-Mitschnitt für 30,00 Euro zu gönnen, machte ich mich auf den Weg zu meinen Platz – der wirklich genau richtig war…nicht zu weit weg und die gute Option auch mal zu sitzen.

Bevor es letztlich mit den Fantas losging, wurde von Smudo höchstpersönlich die Vorband anmoderiert. Die „Ehre“ hatte Lary. Ein dreiköpfiges Team mit der Frontfrau Larissa Sirah. Eine große Nervosität konnte man ihr nicht anmerken. Bei der Musik handelte es sich um elektrolastigen Deutsch-Pop, der gängig war und definitiv potential hat. Insgesamt war ich von der Live-Performance begeistert, so dass ich mir nach dem Konzert die LP von Lary gönnte und noch ein angenehmes Gespräch mit der Frontfrau Larissa führte. Einzig negativ war, dass der Bass deutlich übersteuert war – leider war hier schon die Soundabmischung für die Fantas eingestellt.

Gegen 21:00 Uhr waren die Fantas dann bereit, Bremen zu rocken. Wie ich schon eingangs erwähnte, habe ich schon einige Konzerte gesehen und war bisher immer begeistert – wobei mein Besuch in der Balver Höhle (MTV Unplugged II) unvergessen bleibt und meine interne Rangliste aller Konzerte anführen wird.

Das Konzert in Bremen war das zweite Konzert der Rekord-Tour und der „arme“ Michi Beck anscheinend etwas verschnupft. Das eine oder andere mal merkte man, dass die Fantas noch nicht eingespielt waren. Das zeigte sich durch kleine Textunsicherheiten oder vielmehr Aussetzer bzw. Probleme beim Timing – aber die Fantas wären nicht die Fantas, wenn sie damit nicht umgehen könnten. Kurzerhand wurden Liegestütze abverlangt, wenn einer aus der Band oder die Fantas selbst einen Patzer hatten.

Neben Songs aus dem aktuellen Album, wurde ein Abriss aus den letzten 25 Jahren der Fants geboten und natürlich auch kein Klassiker (Populär, Sie ist weg, Pipis und Popos, Tag am Meer etc.) ausgelassen. Der Sound war einfache Klasse. Die Bühnenshow war wie immer durchdacht und unterstrich das Konzert, ohne davon abzulenken. Zum Schluss wurde das Publikum in der ausverkauften ÖVB-Arena mit Luftschlangen (oder ähnlichem) und einem lauten Knall daran erinnert, dass die Fantas Bandgeburtstag haben.

Selbst nach 25 Jahren boten die Fantas eine wahrhaft fantastische Bühnenshow – wie viele Bands können schon 32 Songs auf einem Konzert zum Besten geben ohne dass das Publikum müde wird? Die Fantas hatten das Bremer Publikum in der Hand und haben einmal mehr bewiesen, dass sie bei den Livebands ganz vorne mitspielen.

Für alle die, die überlegen zu einem Konzert zu gehen, aber noch kein Ticket haben, kann ich nur sagen, dass es sich lohnen wird.

 

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Max Herre „Hallo Welt“

Max Herre liefert mit seinem dritten Album eine CD ab, die nach vorne geht.

Bereits beim ersten Durchhören sind die musikalischen Wurzeln zu hören ohne dabei aufgewärmtes als neu verkaufen zu wollen. Max Herre hat es geschafft, deutschen Hip Hop nach dem Jahr 2012 klingen zu lassen. Dabei besinnt er sich alter Stärken, die bereits aus den Zeiten von Freundeskreis bekannt sind. Nichts desto trotz, gelingt ihm auch der Spagat zu deutscher Pop-Kultur in bester Singer / Songwriter-Manier.

Unterstützt wird Max Herre von alt bekannten und neuen Musikern der deutschen Szene – Philipp Poisel, Samy Deluxe, Cro, Clueso, Aloe Blacc, Patrice & Petsum, Tua, Marteria, Megaloh und Sophie Hunger.

Trotz der unterschiedlichen Stilrichtungen auf dem Album, hat man nicht den Eindruck, dass Max Herre sich verdreht hat. Das Album klingt ehrlich und lädt die Hörer zum Nachdenken, Träumen und Tanzen gleichermaßen ein.

Das Booklet beschränkt sich auf die Songteste, einigen Fotos und einer Danksagung. Trotz der Schlichtheit gefällt es mir von der Aufmachung und erfüllt seinen Zweck.

Ein Album das absolut empfehlenswert ist. Beide Daumen hoch.

Erschienen ist das Album im August und in jedem gut sortierten Elektrofachmarkt bzw. als Download zu erhalten.