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Die drei ??? „Phonophobia – Sinfonie der Angst“ (live)

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Live-Hörspiel am 21.03.2014 in der Oldenburger EWE-Arena – Ausverkauft-

Die Story:
Die drei Fragezeichen sind gleich zu Beginn der Geschichte in akuter Lebensgefahr. Ohne Ballonführer treiben die drei auf eine Bergkette zu und stürzen letztlich auf einem Felsplateau ab – und schließlich auch in ihr nächstes Abenteuer. Die drei finden sich auf dem Gelände eines Institutes wieder, dass sich augenscheinlich mit der Wahrnehmung von Musik beschäftigt und diesbezüglich ein Orchester zusammenstellt. In einem futuristischen Labor stellen die drei fest, dass nicht alles mit rechten zugeht, Menschen gegen ihren Willen festgehalten werden und dass Institut mit seinem Leiter Yamada eine Gefahr für die Menschen darstellt. Nachdem die drei Fragezeichen nur knapp dem Institut lebendig entfliehen können, stellen die Jungs aus Rocky Beach fest, dass sie bereits in einem alten Fall in der gleichen Gegend zu tun hatten – dies bringt insbesondere bei Peter schlechte Erinnerungen zurück.
In einem packenden musikalischen Finale kommt es zur Auseinandersetzung zwischen dem Professor Yamada und den drei Fragezeichen – wobei es Peter ist, der sich in der Gewalt des Professors befindet und mit seinem neu entdeckten Sinnen zu einem Teil des Plans geworden ist.

Inszenierung:
Im Vergleich zu „Der seltsame Wecker 2009 – LIVE AND TICKING-TOUR“ war das Bühnenbild deutlich spartanischer aber nicht unspektakulärer. Mit einer gelungen Mischung aus musikalischer Untermalung und einer gelungen Lightshow sowie einer großen Leinwand sind die Besucher auf ihre Kosten gekommen. Nichts war übertrieben und unnötig und gut auf die Geschichte abgestimmt. Für die Besucher der hinteren Reihen gab es große Monitore, damit auch diese hautnah miterleben konnten, in welches Abenteuer die drei Fragezeichen diesmal gestolpert…geflogen sind.

Sprecher:
Neben den drei Hauptdarstellern Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczek und Andreas Fröhlich, wurden diese durch Stefan Krause, Traudel Sperber und Tanja Fornaro unterstützt. An dieser Stelle darf natürlich auch nicht Jörg Klinkenberger vergessen werden, der die Darsteller erneut gekonnt in Geräusch und Szene gesetzt hat.
Alle Sprecher haben einen tadellosen Job abgeliefert und gezeigt, dass eine Geschichte von ihrer Inszenierung lebt – abgesehen von inhaltlichen Schwächen der Story – tolle Sprecher, die ihre Rolle an diesem Abend gelebt haben.

Light & Sound:
Phonophobia – Sinfonie der Angst wurde extra für die Bühne konzipiert und letztlich auch konsequent umgesetzt. Im Zusammenspiel zwischen der Lightshow, der Leinwand und den Musikern / dem Sound konnte ich keine Schwächen feststellen. Hier waren Profis am Werk, die sich Gedanken darüber gemacht haben, wann Musik / Sound und Licht passend zur Story eingesetzt werden konnten. Dabei war nichts überdimensioniert oder fehl am Platz. Der Einsatz der verschiedenen Elemente war gut und ausgewogen und ein absoluter Zugewinn für die Show.

Publikum:
Wie den meisten bekannt sein dürfte, sind die Norddeutschen als leicht unterkühlt bekannt. Wenn ich Rückschlüsse auf die Temperaturen in der Halle schließe, kann ich das nicht bestätigen und habe wie bereits 2009 bei der LIVE AND TICKING-Tour ein Publikum erlebt, dass Freude an den drei Fragezeichen und ihrer Show hat. Von ganz jung bis zum gesetzten Alter waren alle begeistert und freudig gespannt, wie der Abend enden wird. Besonders lobend erwähnen möchte ich, dass eine kleine Gruppe von Zuschauern(der Fan-Block in den ersten paar Reihen!?) den Geburtstag von Oliver Rohrbeck auf dem Schirm hatte und die Halle zu einem Geburtstagsständchen animieren konnte.
Es hat Spaß gemacht in Oldenburg Phonophobia – Sinfonie der Angst zu hören und zu sehen!

Fazit:
Ein Flashback und ein Todesfall. Ich muss gestehen, dass ich nach dem ersten Teil der Vorstellung enttäuscht war. Eine gefühlte Stunde haben Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczek und Andreas Fröhlich eine gute Show geboten. Allerdings konnte dies die völlig belanglose Geschichte nicht auffangen. Es gab Lacher und lustige Momente aber keinen Tiefgang in der Story. Das änderte sich mit Beginn der zweiten Hälfte des Live-Hörspieles, das eigens für die Bühne konzipiert wurde.
Die vorher vorbereitete Story begann interessant zu werden und das Publikum wurde auf eine kleine Zeitreise der bisherigen Erlebnisse der drei Fragezeichen mitgenommen – ohne dass es an Selbstironie und Wehmut der Hauptdarsteller fehlte. Die Zuschauer (ohne zu viel zu verraten) landen an einem bereits bekannten Schauplatz der drei Detektive.
Einen Moment des Schreckens gab es bedauerlicherweise auch…ein Todesfall bei der Sinfonie der Angst!!! Nein, natürlich keine reale Person, sondern ein Protagonist des Stückes. Erster Gedanke war: „Das geht gar nicht!“
Glücklicherweise dachte sich das Peter Shaw auch!

Auch diesmal hat es sich gelohnt, die drei Fragezeichen Live zu sehen und ich kann es nur jedem Fan dieser Hörspielserie ans Herz legen – auch denen, die vielleicht nicht so viel mit den drei Fragezeichen anfangen können, werden ein Live-Hörspiel-Team erleben, dass seines gleichen sucht!

…und da das ganze am Geburtstag des Erstens der drei Detektive stattfand…ich meine natürlich am Geburtstag von Oliver Rohrbeck,…..

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Eine Antwort zu “Die drei ??? „Phonophobia – Sinfonie der Angst“ (live)

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